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Animalia
Arthropoda
Arachnida
Araneae
Oxyopidae
Peucetia
Peucetia viridans

Green Lynx Spider

Peucetia viridans
Lokale Schädlingsbekämpfung
Peucetia viridans
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Zusammenfassung

Die Grüne Luchsspinne (Peucetia viridans) ist eine Spinne aus der Familie der Luchsspinnen (Oxyopidae). Die Art ist in Amerika verbreitet und bewohnt ihrer Xerophilie entsprechend überwiegend wärmere Habitate (Lebensräume). Der Trivialname deutet auf die auffällige Grünfärbung der Spinne, die sie allerdings mit anderen Arten der Gattung Peucetia teilt. Die wie alle Luchsspinnen tagaktive Grüne Luchsspinne legt ebenfalls nach Eigenart der Familie kein Spinnennetz für den Beutefang an, sondern erlegt Beutetiere entweder als aktiver Hetz- oder als Lauerjäger. Das Beutespektrum setzt sich aus anderen Gliederfüßern zusammen, wobei die Größe der Beutetiere die des Jägers deutlich übertreffen können. Die Art ist außerdem für eine als besonders geltende Methode der Abwehr gegenüber Prädatoren (Fressfeinden) bekannt. Sie ist in der Lage, Gift aus ihren Cheliceren (Kieferklauen) über mehrere Zentimeter zu versprühen. Allerdings wird diese Abwehrmethode anscheinend nur von Weibchen angewandt, die einen Eikokon oder Nachwuchs verteidigen und in dem Fall wohl auch nur gegenüber größeren möglichen Prädatoren. Der Paarung der Grünen Luchsspinne geht, wie es bei der Überfamilie der Lycosoidea zugehörigen Spinnen die Regel ist, ein ausgeprägtes Balzverhalten voraus. Ein begattetes Weibchen kann dann abhängig von der geographischen Lage einen bis drei markant erscheinende Kokon nacheinander anfertigen. Es betreibt eine aufopferungsvolle Brutpflege und verteidigt einen Eikokon und betreut für kurze Zeit auch seine dann geschlüpften Nachkommen. Letztere verbleiben noch für wenige Tage beim Muttertier, ehe sie sich mittels des sogenannten Spinnenflugs ausbreiten. Die Jungtiere wachsen dann wie für Spinnen üblich über mehrere Fresshäute (Häutungsstadien) heran.

Eigenschaften

Farben

green
white
yellow
black
orange

Größe

12mm bis 16mm (0,47 "bis 0,62")

Green Lynx Spider

Peucetia viridans
Lokale Schädlingsbekämpfung

Stichworte

Gartenschädling
Schädling
Schädling

Wissenschaftliche Klassifizierung

Merkmale

Die Körperlänge des Weibchens der Grünen Luchsspinne kann 11,8 bis 21,6 und durchschnittlich 16,2, die des Männchens 8,3 bis 14,5 und im Durchschnitt 11,9 Millimeter betragen. Bei Trächtigkeit kann die Körperlänge des Weibchens auf gut 26 Millimeter ansteigen. Die Beinspannweite beläuft sich beim Weibchen maximal auf 70 und beim Männchen auf 65 Millimeter. Der grundsätzliche Körperbau der Art gleicht dem anderer Arten der Gattung Peucetia. Namensgebend für die Spinne ist ihre hellgrüne Grundfärbung. Prosoma (Vorderkörper) und Opisthosoma (Hinterleib) weisen eine Farbmusterung in Form von zwei dorsal (oben) verlaufenen Längsreihen angeordnete rote Punkte auf. Wie bei anderen Arten der Gattung kann auch bei dieser der gesamte Körper mit roten Punkten bedeckt sein. Der Carapax (Rückenschild des Prosomas) der Grünen Luchsspinne erscheint bei in Ethanol eingelegten Exemplaren gelb-orange mit Grünstichen oder blass gelb-grün mit abwechselnd dunklen und hellen Bändern, die bei der Fovea (Apodem) entspringen. Bei lebendigen Individuen weist der Carapax ein hell durchscheinend grünes Erscheinungsbild auf. Die höchste Erhebung dieses Körperteils ist bei der Art ist im Bereich der für Luchsspinnen (Oxyopidae) üblich hexagonal angelegten Augen. Dort ist er nach oben spitz zulaufend und breitet sich nach hinten weiter aus. Die Augenregion hat schwarzen Bänderungen, die sich median (mittig) im Bereich des für Luchsspinnen typischen Augenhexagons hin erstrecken. Die Augenpartie ist mit weißem und dicht anliegenden Setae (chitinisierten Haaren) bedeckt. Die Augen selber erscheinen vermutlich bei vielen Exemplaren der Art rot. Mit anderen Luchsspinnen teilt die Grüne Luchsspinne die hohe Leistungsfähigkeit der Augen, die in etwa mit der von Wolfs- (Lycosidae) oder Raubspinnen (Pisauridae) vergleichbar ist. Die Gesichtsregion und das gesamte Prosoma der Spinne sind bei lebenden Individuen in einem hellen, durchscheinenden Grün gehalten. Mit Ausnahme der Augenregion sind dort außerdem keinerlei Setae vorhanden. In Ethanol befindlich verblasst die Färbung des Prosomas zunächst zu einem blassen Grün, das zusätzlich oft einem Gelbstich aufweist, und nimmt dann eine blasse gelb-orangene oder gelegentlich eine dunkler gehaltene gelb-orangene Farbgebung an. Viele Teile des Prosomas werden unter diesen Umständen fast cremefarben. Oft verlaufen von den anterior (vorne) medianen Augen bis zum unteren und ebenfalls häufig cremefarbenen Rand des Clypeus (Abschnitt zwischen dem anterioren Augen und dem Carapax) dann blassere genauso cremefarbene Streifen. Die Cheliceren (Kieferklauen) sind marginal (randseitig) für gewöhnlich etwas heller gefärbt, während bei ihnen jeweils die Condyle (Ausstülpung an der Basis einer Chelicere) schwarz gefärbt ist. Innerhalb der Populationen der Grünen Luchsspinne im Osten der Vereinigten Staaten ist bei den dortigen Individuen jeweils Borstenpaar, das ein Drittel des Abstands vom unteren Rand des Clypeus zu den anterior medianen Augen beträgt. Diese haben jeweils einen deutlichen schwarzen Fleck an der Basis. Ein ähnliches Borstenpaar mit schwarzen Flecken tritt innerhalb dieser Bestände in einem Drittel der Entfernung von der Basis zu den distalen (von der Körpermitte entfernt liegenden) Enden der Cheliceren auf. Bei den Populationen im westlichen Teil des Landes sind die Borsten ebenfalls vorhanden, jedoch nicht die schwarzen Flecken an der Basis der Cheliceren. Das Labium (sklerotisierte, bzw. verhärtete Platte zwischen den Maxillae und vor dem Sternum), die Maxillae (umgewandelte Coxen, bzw. Hüftglieder der Pedipalpen) und das Sternum (Brustschild des Prosomas) besitzen im lebendigen Zustand der Spinne eine Grüne Färbung. Bei in Ethanol eingelagerten Individuen wechselt die Farbe des Labiums zu einem blass gelb-orangen Farbton mit einem Hauch von grün über. Die Maxillae sind in diesem normalerweise cremefarben oder blass gelb-orange und ohne Grünstich gefärbt, während die Färbung des Sternums zu hellgrün übergeht. Die Beinformel lautet bei der Grünen Luchsspinne 1-2-4-3. Die langen und dünnen Beine der Grünen Luchspinne sind von gelber bis blassgrüner bis Grundfärbung und mit mehreren langen sowie schwarzen Borsten und ebenso schwarzen Punkten besonders im Bereich der Femora (Schenkel) versehen. Dort sind die großen Flecken auch noch zahlenmäßig vorhanden. Im lebendigen Zustand sind die Femora blassgrün gefärbt, wobei die distaleren Segmente heller grünlich-gelb erscheinen. Bei den Populationen der Art aus dem Osten der Vereinigten Staaten sowie Kalifornien befinden sich schwarze Flecken im Basisbereich der Stacheln an den Tibien (Schienen). Bei den Beständen der Spinne im Südwesten des Landes fehlen normalerweise diese schwarzen Flecken. Die Beine sind bei Arten der Gattung Peucetia mitsamt der Grünen Luchsspinne nicht selten hellrot gebändert. Bei in Ethanol konservierten Exemplaren erscheinen sie dunkel bis blass gelb-orange, gelegentlich mit Grünstichen. Das posterior (hinten) spitz zulaufende und im Vergleich zum Rest des Körpers etwas heller gefärbte Opisthosoma der Grünen Luchsspinne weist neben der Farbgebung, die es mit dem Prosoma teilt, noch ebenso angeordnete weiße Winkelflecken, deren Anzahl je nach Individuum variieren kann.Dorsal ist das Opisthosoma der Spinne im lebenden Zustand hellgrün gefärbt die Flecken erscheinen dann kontrastierend und kreideweiß. Die Farbgebung des Opisthosomas verblasst, sofern in Ethanol gelagert, für gewöhnlich langsamer als das Prosoma. Dann ist das Opisthosoma nach einiger Zeit im Regelfall verblasst gelbgrün oder blassgrün gefärbt. Meistens ist auf ihm dorsal eine durchscheinende, grüne, kreuzförmige und manchmal mit weiß umrandete Zeichnung über der Herzregion vorhanden. Auch befindet sich hier oft eine doppelte Reihung von jeweils vier weißen Winkelfleckung, die bei der Herzregion ansetzt und sich in posterior Lage fortsetzt. Diese Winkelflecken können als weiße Flecken in Erscheinung treten oder auch balkenförmig ausgebildet sein und sind gelegentlich auf nur zwei Paare in der Nähe der Herzregion reduziert. Vor allem bei Exemplaren aus dem Südwesten der Vereinigten Staaten ist der mediane Grünanteil auf der Dorsalfläche des Opisthosomas nicht selten mit einer weißen Umrandung versehen. Dieser Bereich kann aber auch, unabhängig von der geographischen Lage, blassgrün umrandet sein. Lateral (seitlich) weist das Opisthosoma eine blassgrüne Grundfärbung sowie ebenfalls insbesondere bei den Beständen im Südwesten der Vereinigten Staaten einen weißen Längsstreifen entlang dem ventralen (unteren) Eckpunkt des Opisthosomas auf. Auf der Ventralseite dieses Körperabschnitts verläuft median ein grünem Längsstreifen, der stark weiß pigmentiert ist und von weißen Streifen umrahmt werden kann. Alternativ kann der Längsstreifen auch von einem weiteren aus kreideweißem Pigmenten eingefasst sein. Entlang der Seiten dieser Bänder wechsent der Farbton jeweils in den blassgrünen der Lateralfläche des Opisthosomas über.

MerkmaleMerkmaleMerkmaleMerkmaleMerkmale

Sexualdimorphismus

Die Grüne Luchsspinne weist wie viele Spinnen einen ausgeprägten Sexualdimorphismus auf, der hier im Vergleich zu anderen Spinnen jedoch deutlich schwächer ausgebildet ist. Dieser Dimorphismus macht sich neben der Dimension und der Form von Männchen und Weibchen besonders bei der jeweiligen Farbgebung der Geschlechter bemerkbar. Außerdem ist der Körper beim Männchen deutlich schmaler. Sowohl Prosoma als auch Opisthosoma des Männchens der Grünen Luchsspinne erscheinen im lebendigen Zustand ähnlich wie beim Weibchen in einem transparenten Grün, das hier jedoch deutlicher erscheint. Wie beim Weibchen, so sind ebenfalls beim Männchen schwarze Bänder im Bereich der Augen vorhanden, die sich bis zur Mitte des Augenhexagons erstrecken. Auch ist beim männlichen Tier Augenpartie mit dicht anliegenden weißen Setae bedeckt. Die Farbvariationen des Prosomas und des Opisthosomas bei Männchen und Weibchen ähneln sich bei in Ethanol eingelagerten Exemplaren einander sehr. Allerdings sind die weißen Winkelflecken oder anders ausgeprägte Zeichenelemente auf dem Opisthosoma beim Männchen meistens unauffälliger ausgeprägt. Beine, Labium, Maxillen und Sternum hingegen erscheinen bei beiden Geschlechtern gleich. Die Beine sind allerdings je nach Geschlecht unterschiedlich lang. So erreicht das erste Beinpaar beim Weibchen eine gesamte Länge von 22,9 bis 38,7 und durchschnittlich 30,96 ± 65 Millimetern. Beim Männchen kann dieses Beinpaar eine Länge von 27,1 bis 42,9 und im Durchschnitt 33,67 ± 67 Millimetern erreichen.

Sexualdimorphismus

Genitalmorphologische Merkmale

Bei den Pedipalpen (umgewandelte Extremitäten im Kopfbereich) vom Männchen der Grünen Luchsspinne befindet sich je eine ventral angelegte und lappenartige Apophyse (chitinisierter Fortsatz) an dessen Tibia. Ein einzelner Bulbus (männliches Geschlechtsorgan) kann innerhalb der Gattung Peucetia durch sein zweigeteiltes Paracymbium (ein weiteres an das Cymbium, bzw. das erste und vorderste Sklerit, bzw. Hartteil des Bulbus anheftendes Sklerit). Ferner befindet sich am Paracymbium bei dieser Art und als einzige der in der Neotropis vorkommenden Gattung an den Paracymbii je ein Stiel. Die Epigyne (weibliches Geschlechtsorgan) kann von denen anderer Arten der Gattung leicht anhand der triangulären (dreieckigen) oder subtriangulären Rippengebilde unterschieden werden.

Genitalmorphologische Merkmale

Differenzierung von Peucetia longipalpis

Die Grüne Luchsspinne kann leicht mit der ebenfalls zur Gattung Peucetia zählenden Art P. longipalpis, da sich beide Arten hinsichtlich ihres Habitus (Erscheinungsbilds) sehr ähneln. Die Gefahr einer Verwechslung wird dadurch gesteigert, dass beide Spinnen sympatrisch (gemeinsam) in den US-Staaten Texas und Arizona vorkommen, wobei P. longipalpis im Gegensatz zur Grünen Luchsspinne jedoch keine offenen Feldlandschaften zu bewohnen scheint. Da sich einige anfangs als Individuen der Grünen Luchsspinne fehlbestimmte Exemplare von P. longipalpis, die im Nachhinein als solche letzterer Art identifiziert werden konnten, gemeinsam in Arealen mit welchen der Grünen Luchsspinne nachgewiesen wurden, wird vermutet, dass beide Arten in hoher Dichte gemeinsam angetroffen werden können. Die sicherste Methode zur Unterscheidung beider Arten sind ihre jeweiligen Geschlechtsorgane, wobei selbst dort Ähnlichkeiten auftreten, so haben die Männchen der Grünen Luchsspinne und von P. longipalpis je einen vergleichsweise kurzen Konduktor an einem einzelnen Bulbus und eine ähnlich gebaute mediane Apophyse an je einem Pedipalpus. Allerdings sind beide Paracymbii bei P. longipalpis jeweils bifid (zweigeteilt), was bei der Grünen Luchsspinne nicht der Fall ist. Die Epigyne von P. longipalpis verfügt über halbelliptisch Rippengebilde.

Verbreitung und Lebensräume

Das Verbreitungsgebiet der Grünen Luchsspinne umfasst den Süden der Vereinigten Staaten, Mexiko, Mittelamerika und die Westindischen Inseln, womit sie das größte Verbreitungsgebiet aller in Mittel- und Nordamerika vorkommenden Luchsspinnen (Oxyopidae) besitzt. Darüber hinaus wurde die Art aber auch in Venezuela nachgewiesen. Ferner ist die Spinne die einzige der Gattung Peucetia, die auch im Osten, bzw. Südosten der Vereinigten Staaten vorkommt. Die Grüne Luchsspinne ist xerophil und kommt deshalb in warmen Gebieten vor. Allgemein bevorzugt die Art offene Areale. Zu den angenommenen Habitaten (Lebensräumen) der Spinne zählen Felder, Prärien, trockenes Gestrüpp, Höfe und Gärten.

Lebensweise

Unter allen Luchsspinnen (Oxyopidae) ist die Biologie der Grünen Luchsspinne am Ausgiebigsten erforscht. Die Art ist wie alle der Familie tagaktiv und hält sich in ihrem Habitat bevorzugt in niedriger Vegetation, bevorzugt in Sträuchern und Kräutern, auf. Dort ist die Spinne dank ihrer grünen Färbung sehr gut getarnt und kann sich bei ausbleibender Bewegung nahezu unsichtbar machen. Dank ihrer langen Beine kann sich die agile Grüne Luchsspinne in beachtlicher Geschwindigkeit fortbewegen und auch durch Sprünge neue Standorte erlangen. Dabei nutzt sie ihre gute Sehfähigkeit zwecks des Anzielens des mit dem Sprung zu erreichenden Ortes und spannt währenddessen einen Sicherungsfaden. Insgesamt kann die Grüne Luchsspinne in der Vegetation bei einer Fortbewegung an ihren schnellen Läufen sowie plötzlichen Sprüngen auch in ihrem Lebensraum gut erkannt werden.

Lebensweise

Jagdverhalten

Die Grüne Luchsspinne lebt wie alle Spinne räuberisch und jagt außerdem wie für Luchsspinnen üblich ohne ein Spinnennetz, sondern freilaufend. Sie kann dabei sowohl als Lauer- als auch als aktiver Laufjäger Beutetiere erlegen.

Beutefang

Bei der Laufjagd sucht die Grüne Luchsspinne aktiv in der Vegetation nach Beutetieren und greift dabei auf ihre Agilität zurück, sodass die Spinne neben schnellen Läufen auch Sprünge von Ort zu Ort zwecks der Suche nach Beutetieren vollführt. Gelegentlich wechselt die Grüne Luchsspinne dann zur Lauerjagd über, bei der die Spinne dann an einer Stelle reglos verweilt und eine charakteristische Lauerhaltung einnimmt. Durch die Beschaffenheit ihrer grünen Farbgebung und ihrer behaarten Beine ist die Spinne bei der Suche nach Beutetieren an der Basis von Rispen oder zwischen den Blütenstielen, die ein sehr ähnliches Erscheinungsbild aufweisen, vor Beutetieren gut verborgen. Ein Beutetier wird dann mittels eines durch die Cheliceren verabreichten Giftbisses außer Gefecht gesetzt. Beim Beutezugriff zeigt sich die Grüne Luchsspinne recht couragiert.

Beutefang

Beutespektrum und Auswirkung des Verzehrs

Die Grüne Luchsspinne ist ein opportunistischer Jäger und demzufolge nicht euryphag (nicht auf bestimmte Nahrung angewiesen). Dabei erbeutet die Art alle möglichen Beutetiere, die sie zu überwältigen vermag. Allerdings setzt sich das Beutespektrum der Grünen Luchsspinne allerdings ausschließlich aus anderen Gliederfüßern zusammen, dabei vorzugsweise Schmetterlinge, Hautflügler und andere Spinnen. Da die Grüne Luchsspinne mitunter in hoher Individuendichte vorkommen kann, wird sie innerhalb ihres Habitats zu den bedeutendsten Prädatoren (Fressfeinden) dort ebenfalls vorkommender Insekten gesehen. Ferner zählen zu den häufigsten Beutetieren der Art auch Bestäuber, so können Bienen nach bisherigen Kenntnissen etwa 22 % der gesamten Beutetiere ausmachen. Mit einer durchschnittlichen Anzahl von drei Beutetieren pro Tag ist die Beuterate der Grünen Luchsspinne verglichen mit anderen Spinnen hoch, bei denen sich diese Rate auf etwa eine bis anderthalb Beuteobjekte je Tag beläuft. Allerdings scheint die Populationsdichte der Grünen Luchsspinnen von der Anzahl an Blütenbesuchern abhängig zu sein, sodass die Art wie andere Spinnen ihre Menge an Beutetieren anpassen kann. Anhand von Versuchen ließ sich beleben, dass als Beutetiere der Grünen Luchsspinne in Frage kommende Blütenbesucher zwar Blüten umgehen, auf die Testobjekte in Form falscher roter Spinnen befindlich waren, jedoch tatsächliche Individuen der Grünen Luchsspinne, sofern diese bei einer Blüte befindlich sind, nicht wahrnehmen konnten. Die von der Präsenz der Grünen Luchsspinne ausgehende Auswirkung auf die Vegetation wird vor allem anhand der Pflanzenart Cnidoscolus multilobus aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) deutlich. Am Anfang der Phänologie (Aktivitätszeit) der Spinne, wo die Anzahl von Individuen dieser dann eher wenig und die von Bestäubern demzufolge hoch ausfällt, beläuft sich auch die Anzahl an verstreuten Samen von C. multilobus auf den Höhepunkt, ehe diese mit dem zahlenmäßigen Zunehmen an Individuen der Grünen Luchsspinne wieder fällt. Damit fällt sowohl zum Anfang als auch zum Ende der Phänologie von der Spinne die Anzahl verstreuter Samen von C. multilobus am höchsten aus. Da Bienen und Schmetterlinge vermutlicherweise nicht in der Lage sind, Rot- und Grüntöne zu erkennen, ist selbiges bei der ebenso gefärbten Grünen Luchsspinne der Fall, womit ihre Färbung demnach dazu dient, vor diesen Beutetieren verborgen zu bleiben. Eine andere Theorie besagt, dass rote Zeichenelemente Bei Spinnen bestimmte Wellenlängen absorbieren, wodurch diese dann dadurch für Insekten unsichtbar werden, während diese Zeichenelemente als Warnsignale gegenüber Prädatoren wie Vögeln und anderen Wirbeltieren fungieren.

Beutespektrum und Auswirkung des VerzehrsBeutespektrum und Auswirkung des Verzehrs

Lebenszyklus und Phänologie

Der Lebenszyklus der Grünen Luchsspinne ist in die für Spinnen üblichen Phasen der Fortpflanzung, der Eiablage und des Heranwachsens gegliedert. Er wurde bei dieser Art 1966 ausführlich von Willard H. Whitcomb, Julia M. Hite und Harriet Exline anhand von Individuen der Spinne im US-Bundesstaat Arkansas untersucht. Die Phänologie ausgewachsener Individuen der Grünen Lüchsspinne ist von der geographischen Lage abhängig. Im Großteil des Verbreitungsgebiets von der Spinne beläuft sich diese im Zeitraum zwischen den Monaten Mai und November. In südlicheren Teilen des Verbreitungsgebiets, etwa den US-Staaten California oder Florida können ausgewachsene Individuen der Spinne auch ganzjährig angetroffen werden.

Verteidigung und Giftwirkung

Bisse an Menschen durch die Grünen Luchsspinne sind überliefert. Für den Menschen ist der Biss allerdings harmlos und verursacht im Normalfall Schwellungen im Bereich der Bissstelle. Die niedrige Gefahr, die von dieser Spinne für den Menschen ausgeht, hängt auch mit ihrer geringen Aggressivität zusammen. Die Grüne Luchsspinne verfügt ferner über eine andere, für Spinnen sonderbare Verteidigungsmethode: Sie ist in der Lage, ihr Gift bis zu einer Entfernung von 10 bis 20 Millimetern zu spritzen. Dies erreicht die Spinne, indem sie sich einem potentiellen Angreifer zuwendet, ihr Gewicht nach hinten verlagert und anschließend die Cheliceren spreizt und in Richtung des Ziels hält. Anschließend schnellt die Spinne nach vorne und verspritzt gleichzeitig das Gift. Das Gift wird auf der menschlichen Haut kaum wahrgenommen und nur als kühlend beschrieben. Das Gift verfügt allerdings über einen bitteren Geruch und kann, sofern es das menschliche Auge trifft, eine Reizung hervorrufen. Bei einem solchen Fall wurde bei einem Soldaten eine vorübergehende Einschränkung der Sehfähigkeit vermerkt.

Systematik

Nicholas Marcellus Hentz beschrieb die Grüne Luchsspinne 1832 zuerst als Sphasus viridans. 1838 erhielt sie von Charles Athanase Walckenaer die Bezeichnung Clastes abboti. Von demselben Naturalforscher stammen auch die Synonyme Clastes viridis und Clastes roseus. Hentz ordnete die Spinne 1845 in die Gattung Oxyopes ein und gab ihr die Bezeichnung Oxyopes viridans. Henry Christopher McCook änderte erneut die Bezeichnung der Art 1883 in Peucetia aurora, ehe sie von James Henry Emerton im Jahre 1902 ihre heutige wissenschaftliche Bezeichnung Peucetia viridans erhielt. Joseph Conrad Chamberlin und Wilton Ivie fügten noch das Synonym Peucetia abboti ein.